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Gravel Herrmann Sari
Rechtsanwälte in Bürogemeinschaft
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Mandanten

Rechtsberatung von (Online-) Marketing - Agenturen

Gerade für den - jedenfalls im Bereich des Online-Marketings - noch sehr jungen Bereich des Marketings stellen sich besondere rechtliche Fragestellungen. Zielsetzung einer Marketing-Agentur ist dem Kunden eine möglichst erfolgreiche (Werbe-) Kampagne zu gestalten und / oder zu betreiben.

Um eine möglichst hohe "Response"-Rate zu erreichen, die Besucheranzahl eines Ladenlokals, den (qualifizierten) Traffic auf einer Homepage zu erhöhen oder die "Conversion"-Rate zu maximieren, sind aufmerksamkeitsstarke, manchmal auf provozierende Werbekampagnen nötig.

Genau an dieser Stelle ist häufig ein rechtlicher Grenzbereich erreicht, der die Gefahr von z.B. Verletzungen des Wettbewerbsrechts, des Urheberrechts oder auch des Markenrechts beinhaltet. So können z.B. durch Verwendung bestimmter Begriffe, die als Marke geschützt sind und daher in dieser Form nicht in einem Flyer, Anzeige oder Broschüre verwendet werden dürfen, Rechtsstreitigkeiten hervorgerufen werden. Im ungünstigsten Fall muss dann nicht nur eine komplette Auflage vernichtet, sondern dem Markeninhaber - der sich z.B. mit einer Abmahnung zur Wehr setzt - auch noch Schadensersatz geleistet werden.

Im Wettbewerbsrecht sind z.B. Koppelungsverbote zu berücksichtigen: Also die unzulässige Verknüpfung eines "Hauptprodukt" mit einem "Nebenprodukt" zum Zwecke der Absatzförderung.

Auch urheberrechtliche Problemstellungen treten häufig auf. Ein essentielles Instrument in Kampagnen ist die Verwendung von visuellen Elementen; sprich Bildern. In nicht wenigen Fällen werden hier Bilder verwendet, die urheberrechtlich geschützt sind oder an denen die abgebildete Person Bildrechte besitzt. Auch hier droht die Vernichtung des Werbemittels und Schadensersatz. Derzeit ist ein Verfahren von dem ehemaligen Tennisprofi Boris Becker gegen die Wochenzeitung: "Zeit" anhängig, in dem Herrn Becker bereits dem Grunde nach Schadensersatzansprüche zugesprochen wurden. Die konkrete Schadenshöhe wird noch festgelegt werden. Auslöser auch hier: eine Werbekampagne der "Zeit" für ein neues Medium mit einem Bild von Herrn Becker.
Diese Problematik besteht in großem Ausmaß auch auf Webseiten / Homepages /Internetauftritten.

Einen besonderen Themenkreis bildet hier das Onlinemarketing in seinen Ausprägungsformen: SEM (Suchmaschinenmarketing) z.B. Google Adwords, SEO (Suchmaschinenoptimierung) und stark kommend Social Media Marketing z.B. twitter oder Facebook. Durch die potentiell hohe Visibilität von Kampagnen ist hier das Schadensrisiko nochmals erhöht. Häufige rechtliche Fragestellungen ergeben sich im im Markenrecht bei der Bewerbung von Angeboten unter Verwendung von geschützten Marken / Titeln / Firmennamen als Keyword im Online-Advertising, bei der Ausgestaltung von Landingpages.

Neben den vorgenannten Werbeformen gibt es auch die etwas "exotischen" Werbeformen wie z.B. virales Marketing oder Guerillamarketing, die zu einem exponentiellen Erfolg einer Kampagnen führen kann, die allerdings auch nicht mehr "zurückzuholen" sind. Wenn hier bereits am Anfang ein Rechtsverstoß vorliegt, ist die Schadensdimension natürlich ungleich höher.

Alle vorgenannten Probleme stellen sich natürlich auch für PR-Agenturen. Hier kommen allerdings gegebenenfalls noch rechtliche Fragestellungen aus dem Bereich des Sponsorings oder des Veröffentlichungsrechtes z.B. bei Pressemitteilungen hinzu.

Ein weiteres Problemfeld betrifft die Verträge zwischen Agenturen und Auftraggebern. Nicht selten kommt es vor, daß Auftraggeber und Agentur hier zwei Sprachen sprechen und daher Verträge hinsichtlich des Leistungsumfangs und Leistungserfolg unklar gefasst werden. Dies kann zu erheblichen Problemen und Unzufriedenheit auf beiden Seiten führen und sollte im Vorfeld durch genaue Abfassung des Vertrages vermieden werden.

Die Kanzlei RAe Gravel & Herrmann - Rechtsanwälte in Bürogemeinschaft ist u.a. auf die Beratung und Vertretung von Onlineagenturen insbesondere bei der Abfassung von Verträgen, Vertragsverhandlungen, Beratung hinsichtlich urheberrechtlichen, wettbewerbsrechtlichen und markenrechtlichen Fragestellungen, Abwehr von Abmahnungen, außergerichtliche und gerichtliche Vertretung spezialisiert.

Rechtsanwalt Tobias Herrmann hat in mehrjähriger Berufserfahrung in enger Zusammenarbeit mit der hausinternen Marketingabteilung und externen Marketingagenturen umfangreiche Kenntnisse im Marketing - insbesondere Onlinemarketing - sammeln können. Er kennt daher die Fachsprache, die Abläufe, die Aufgabenstellung und Erwartungshaltung in diesem Bereich genauestens und kann auf dieser Grundlage auch die rechtlichen Fragestellungen präzise erfassen und bearbeiten.

 

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